Bertha, stirb endlich

09.03. | 18.30 Uhr
Eintritt frei

Text/Regie: Eva Bittner, Stefan Schütz in Zusammenarbeit mit den Spieler-Mitarbeiter/innen des Hospiz Schöneberg-Steglitz und den Spätzündern vom Theater der Erfahrungen, Berlin.

Mit: Simone Butschkau, Manfred Droste, Helga Geisler, Babette Georgileas, Barbara Ihnow, Ilka Inwinkl, Anne Kratz, Alexandra Kruse, Gabi Radloff, Karla Schulz, Gudula Tietze-Lindemann, Hanna Wildenhain, Diethelm Wohnhas, Sylvia Wolff. Saxofon: Jenka Bühler.

Unter den Vampiren auf Burg Schreckenstein ist alles wie immer: man stänkert und feiert, man lästert und langweilt sich - ewig und drei Tage. Doch dann wird Bertha, blutjunge 564 Vampirjahre alt, plötzlich sterbenskrank und mitten in den Glauben an Unsterblichkeit tritt erstmals der Tod. Was tun? Wegignorieren wird immer unmöglicher – und kurzer Hand schieben die blutsaugenden Verwandten Bertha ins Hospiz ab - nur zu ihrem Besten. Ganz glücklich ist man dort nicht über diesen so ungewöhnlichen wie nachtaktiven Zuwachs und so schnell geht das mit dem Sterben im Hospiz schließlich auch nicht: Wird Bertha ihr noch verbleibendes Leben dort aushalten? Was wird Ihr vergehen? Das Lachen? Das Saugen? Das Leben? Am Ende ist nichts geblieben, wie es war.

Die Produzenten:
Das Theater der Erfahrungen (Träger: Nachbarschaftsheim Schöneberg e. V.) ist ein Berliner Altentheaterprojekt, das vor 36 Jahren von Eva Bittner und Johanna Kaiser gegründet wurde. Konzept war und ist weiterhin, gemeinsam mit älteren Menschen Theaterstücke, die auf deren Lebenserfahrung beruhen, zu entwickeln. Derzeit spielen unter dem Dach des Theaters der Erfahrungen neben zwei weiteren Gruppen auch die Spätzünder.
In diesem Fall taten sich ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter_innen des Hospiz Schöneberg-Steglitz (Träger ebenfalls Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V.) mit den Spätzündern zusammen. Siebzehn Menschen unterschiedlichen Alters haben ihre verschiedenen Erfahrungen spielend zusammengetragen. Die Frage, die alle Proben und Gespräche begleitete, war stets die gleiche: Lachen oder Sterben - oder geht etwa beides?

Auszeichnung:
Die Inszenierung wurde 2014 ‘als exemplarisch und impulsgebend für das aktuelle Amateurtheater‘ vom Bund deutscher Amateurtheater mit dem amarena-Preis ausgezeichnet.