Heilig Abend

Von Daniel Kehlmann

Regie: Petra-Janina Schultz Bühnenbild/Kostümbild: Heike Neugebauer
Mit: Ulrike Knospe, Markus Seuß

Öffentliche Probe: 26.9./19.30 Uhr
Eintritt frei

PREMIERE: 13.10.
Preise: 21 €/erm. 13 €

14.10./19.30-21.00 Uhr, 21.10./20.00-21.30 Uhr:
Preise: 18 €/erm. 11 €; ab 5 Personen 16 €/erm. 9 €

90 Minuten, 2 Personen, ein Verhör. Das Zweipersonenstück in der Inszenierung des Ensemblemitglieds Petra-Janina Schultz zeigt das Verhör einer angeblich ahnungslosen Verdächtigen. Die Zeit ist ein essentieller Spielpartner Drama in Echtzeit: vor Mitternacht muss ein Geständnis her, um den Anschlag noch abzuwenden. Es ist Heilig Abend, 22.30 Uhr. Hat die Professorin, die in ihren Vorlesungen über Gewalt als legitime Form des Protests philosophiert, tatsächlich einen Terroranschlag geplant? Genau um 0 Uhr? Während die Uhr tickt, wird im Dialog das politische System in Frage gestellt. Die Verdächtigte verteidigt jede Form des Protests, um das System zu hinterfragen, der Ermittler verteidigt alle staatlichen Mittel der digitalen Überwachung und Informationsbeschaffung bis hin zur „Rettungsfolter“. Die Sprengkraft des Textes liegt in der Kollision der beiden gegensätzlichen Standpunkte. Heiligt der Zweck die Mittel?

Daniel Kehlmann selbst sagte zu dem Stück: „Ich wollte die Reduktion auf die Grundsubstanz des Theaters. Ein Konflikt zwischen zwei Menschen“. Schultz inszeniert das Konflikt-Stück in diesem Sinne als intensives Duell gegensätzlicher Ideologien, bei dem der Zuschauer sowohl zum Beobachter als auch Beobachteten wird. Ein Stück, das zur Parteinahme für die eine oder andere Seite provoziert – Neutralität ist keine Option.


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