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Lesung (ca. 30 Minuten) mit Begleitung auf der Geige, anschließend Dokumentarfilm von Mark Chaet, Armin Siebert, Tom Franke

Die Lesung

Der Regisseur Tom Franke verfasste während der Reise täglich seine ganz persönlichen Notizen, um Verwandten, Freunden und Kollegen in Deutschland von der Situation in der Ostukraine und der Arbeit des Filmteams zu berichten. Aus diesem sehr eindringlichen Text entwickelte Tom Franke eine ca. 25minütige Lesung, die Mark Chaet auf der Geige begleitet. Der Zugang zum Thema über konkreten Arbeitsprozess der Filmemacher stellt einen echten Mehrwert dar, da der Text das Publikum unmittelbar anspricht und sensibilisiert. Das Geigenspiel von Mark Chaet ist hierbei nicht nur Untermalung, sondern schafft eine ganz besondere sinnliche Dimension.

Der Dokumentarfilm

Im Frühjahr 2015 bereisten der Dokumentarfilmregisseur Tom Franke, der Autor Armin Siebert, der Tontechniker Karsten Gläser und der Musiker Mark Chaet die Ostukraine. Der Geiger und Komponist Mark Chaet verließ vor 20 Jahren seine Heimat, die Ostukraine. Während des bewaffneten Konfliktes kehrte er erstmals dorthin zurück.

Von dieser reise ist ein einfühlsamer Dokumentarfilm entstanden, der sich auf die biografischen Wurzeln Mark Chaets begibt. Mark Chaet Geburtstort, Kamatorsk, liegt auf der ukrainischen Seite des Konfliktgebietes. Auf der anderen Seite, in Donezk, studierte er am Konservatorium Violine. In intensiven Gesprächen mit Verwandten und Freunden erlebt Mark Chaet den Lebensalltag der Menschen in einem Bürgerkrieg. Der Film „Partitur des Krieges – Leben zwischen den Fronten“ nimmt den Zuschauer mit auf diese Reise in die Ostukraine und in die Vergangenheit Mark Chaet. Jenseits politischer Statements und medialer Verkürzung zeigt er Ambivalenzen auf und vermeidet einfache Antworten. Im Zentrum stehen die Menschen mit ihren unterschiedlichen Meinungen, Hoffnungen und Ängsten.

Der Dokumentarfilm erlebte am 20. Mai 2016 seine Uraufführung in Donezk. Die deutsche Premiere fand am 2. Juli im traditionsreichen Berliner Kino Babylon statt. Des Weiteren wurde der Film im deutschen Fernsehen beim rundfunk-Berlin-Brandenburg (rbb) und auf dem russischen Kanal Rossija1 ausgestrahlt.

Die kontroversen Reaktionen zeigen, dass der Film zur Diskussion auffordert. Der Protagonist Mark Chaet, der Regisseur Tom Franke und der Autor Armin Siebert stellen sich im Anschluss einer Filmvorführung gern den Fragen des Publikums.