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Irgendwo. Jetzt. Ein Bahnhof. Menschen begegnen sich. Etwas passiert, etwas Gewaltiges. Die Zeit hört auf. Die Welt ist weg. Ein Mann beginnt, in Stimmen zu sprechen! Er wütet gegen Gott. Die zufällig auf dem Bahnhof Zusammengewürfelten werden in die Geschichten des Alten Testaments geworfen, in die Wirrungen unserer Mythologie. Die uns bis in die Knochen prägt – wissentlich, willentlich oder widerwillig. Wir entdecken diese gewalttätigen, leidenschaftlichen, poetischen, politischen Geschichten neu. Wir treffen in uns auf die Helden dieser kantigen, uralten Geschichten, und wir treffen auf: Gott. Den liebenden Gott, den rächenden, den einsamen, den eifersüchtigen, den, der uns liebt und der sich doch ungenügend von uns geliebt fühlt, der Gesetze aufstellt und sie selber immer wieder bricht. Warum haben wir uns gerade diesen einen Gott gewählt?

„Der ich Licht bilde und Finsternis schaffe, der ich Wohlergehen wirke und Böses schaffe, ich bin es, der Herr, der dies alles wirkt.“
Jesaja 45,7