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Aus der Reihe „Aus den Akten auf die Bühne“. Kooperation bremer shakespeare company und Universität Bremen, FB Geschichtswissenschaft.

Margarete Ries aus Magdeburg war im August 1939 im Alter von 20 Jahren wegen „liederlichen Lebenswandels“ als „Asoziale“ ins Konzentrationslager Ravensbrück eingeliefert worden. Im Herbst 1942 kam sie mit einem Transport ins KZ Auschwitz und bewachte in der Funktion eines Oberkapos jüdische Häftlinge. Dabei soll sie äußerst brutal vorgegangen sein und mehrere Inhaftierte erschlagen haben. Nach ausführlichen Vernehmungen durch Vertreter der US-Militärregierung in Bremen im Haus des Reichs und einem anschließenden Spruchkammerverfahren wurde ihr Verfahren jedoch eingestellt. Zu ihrer Verhaftung kam es, nachdem eine ehemalige Insassin des Lagers Auschwitz Ries auf dem Bremer Hauptbahnhof wiedererkannt hatte. Wie erklärte Margarete Ries ihr Handeln? Wie bewerteten es die Zeuginnen und warum wurde das Verfahren eingestellt? Das Haus des Reichs war damals Sitz der US-Militärregierung für Bremen, ist also der Originalschauplatz der Verhöre von Margarete Ries.

Weitere Infos: www.sprechende-akten.de