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London, Sommer 1595. Die Karriere des aufstrebenden Jung-Autoren William Shakespeare ist ins Stocken geraten. Niemand will sein neues Stück über einen depressiven dänischen Prinzen finanzieren. Da bekommt er plötzlich einen skurrilen Auftrag: Zur Einweihung der neuen Gartenanlage von Queen Elisabeth I soll er ein Stück über Blumen, Kräuter, Gräser und Wälder schreiben. Zusammen mit seiner Schauspieltruppe um den Star und Frauenschwarm Richard Burbage durchforsten sie seine bisherigen Stücke. Dabei entdecken sie manche botanische Szene und florale Verse: da seufzt Romeo unter einem Berg-Ahorn, oder ist es eine Trauerweide - Sycamore-tree oder „sick amor tree“? Liebende besingen die Schönheit der Rose, Pater Lorenzo schwört auf die Kräfte der Natur, denn aus Kräutern destilliert er sowohl Gift als auch Medizin, ein ganzer Wald setzt sich in Bewegung und Birnen und Pflaumen bezeichnen nicht nur leckere Früchte…

„Im frischen Blatt des kleinen Blümchens hier Steckt sowohl Gift als Lebenselexier. Riecht man daran, belebt es alle Sinne Und schmeckt man daran, hält gleich der Herzschlag inne. In Menschen wie in Kräutern herrscht ein Krieg Gewalt und Güte kämpfen um den Sieg.“

Als schließlich alles Pflanzliche abgegrast scheint und das Projekt zu scheitern droht, kommt mit Elfen, Hexen und Zauberei noch eine neue Kraft ins Spiel: Phantasie!

„Die Phantasie treibt Blüten, da entsteht Mehr als die kühlere Vernunft versteht.“

Am Ende dieser Sommernacht hat Shakespeare nicht nur sein Stück über Pflanzen fertig gebracht, auch sein Held aus Dänemark bekommt eine zweite Chance.

Für „Shakespeare durch die Blume“ wurden Szenen und Lieder aus „Hamlet“, „Romeo und Julia“, „Macbeth“, „Ein Sommernachtstraum“, „Ende gut, alles gut“ uva. behutsam ausgegraben, miteinander gekreuzt, wieder eingepflanzt, gut gedüngt und regelmäßig gegossen. Gewachsen ist ein amüsanter, kurzweiliger Abend über die Mühen, Sorgen und Freuden des Theaterlebens zur Zeit von Burbage und Shakespeare, gespickt mit viele Zitaten.