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Seit 2004 sind in Bremen über 720 Stolpersteine verlegt worden; davon nahezu 100 in der Neustadt. Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die NS-Opfer, indem er vor ihrem letzten, meist selbst gewählten, Wohnort Stolpersteine – Gedenktafeln aus Messing – in den Bürgersteig einlässt. Der Initiativkreis Stolpersteine Bremen hat die Biografien der verfolgten Personen in mehreren Bänden, nach Stadt- und Ortsteilen geordnet, veröffentlicht. Die Bände enthalten neben dem lokalen Schwerpunkt auch unterschiedliche grundlegende Darstellungen zu Bremen in der NS-Zeit. Jetzt ist der Band 6: Neustadt erschienen. Er enthält neben den biografischen Abrissen u.a. Beiträge zu Spuren der NS-Zeit in der Neustadt, zum Isenbergheim in der Kornstraße und zu den Judenhäusern im verschwundenen Warnkengang. Über den Stadtteil hinaus führen die Beiträge über die Verfolgung der Bremer Zeugen Jehovas, der Geschichte des jüdischen Produktenhandels, der Geschehnisse in der Novemberpogromnacht 1938 und deren juristische Aufarbeitung während der NS-Zeit und in der frühen Nachkriegszeit. Dem Buch liegt ein Stadtplan mit Markierung der Verlegeorte bei und ermöglicht eine persönliche Spurensuche.

Ortsamtsleiterin Annemarie Czichon begleitet die Vorstellung des Buches mit einem Grußwort.