Menü

Die Autorin wird den Text »Plastikteile« lesen, der 2021 in der Anthologie »Klasse und Kampf« des Ullstein Verlages erschienen ist. Deutschland gibt sich gerne als ein Land, in dem soziale Unterschiede unsichtbar sind. In dem die Chancen auf Bildung und Wohlstand für alle gleich sind. Klasse und Kampf räumt mit diesem Mythos auf. Anke Stellings Text »Plastikteile« beschreibt den letzten Wohnraum einer Frau: das Krankenzimmer, in dem sie stirbt. Er thematisiert Altersarmut, insbesondere Frauenarmut, und dass das kapitalistische System selbst dem Tod eine Klasse zuweist…

Anke Stelling studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Bereits ihr Erstlingswerk Gisela wurde 2004 verfilmt, ihr Roman »Bodentiefe Fenster« war 2015 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und für »Schäfchen im Trockenen« erhielt sie 2019 den Preis der Leipziger Buchmesse. “Ein Schlag in die Magengrube aller naiven Freunde der Mittelklasse.“ Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung). Ein Jahr später wurde» Schäfchen im Trockenen« am Theater Bremen inszeniert.

Zuletzt erschien ihr Erzählband »Grundlagenforschung«. Der 1. Band der Reihe »kurze form«, die der Verbrecher Verlag seit Herbst 2020 herausgibt.
Anke Stelling macht in ihren Romanen und Erzählungen oft „Wohnsituationen“ zum Ausgangspunkt von Milieustudien und sozialpsychologischer Gesellschaftskritik. Sie liest und schreibt für die SATZWENDE zum Thema #WOHNEN.