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…und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Ein Mann und eine Frau, beide nicht mehr ganz jung. Sie können nicht besonders gut miteinander, aber ohne den anderen geht es auch nicht. Er, seit vielen Jahren nur noch auf einem Bein, und sie mit einem Geisteszustand, der einem Blatt Papier ähnelt, auf dem das Geschriebene allmählich verblasst. Aus Andersens Märchen scheinen sie ins Hier und Jetzt geflogen zu sein, um das Ideal ihrer sehnsuchtsvollen Liebe zu erfüllen - und müssen doch scheitern. Der Zinnsoldat, für den das Zinn nicht mehr gereicht hat, so dass er nur ein Bein hat, versucht dennoch ständig sein Stehvermögen unter Beweis zu stellen und die Tänzerin aus Papier, die nicht viel mehr weiß, als auf einem Bein stehen und die Arme anmutig in die Höhe strecken zu müssen – bis sie plötzlich die starke Anziehung zum Pianoforte fühlt… Der Theaterabend zeigt ihre Beziehung mal humorvoll wie durch die Brille Loriots, und mal vital und verrückt wie aus einem Fellini-Film. Mit viel Musik!