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Leipzig 1747: In einer Feierstunde wird der Thomas-Kantor Johann Sebastian Bach in die „Societät der musikalischen Wissenschaften“ aufgenommen. Ehrengast ist der eigens aus London angereiste Georg Friedrich Händel, der im Anschluss den Kollegen zu einem Essen bittet. Händel, „das charmante Ungeheuer“, ständig zwischen London und Italiens Opernmetropolen pendelnd, prahlt mit seinem europäischen Ruhm, trumpft auf als kosmopolitischer Genuss- und Erfolgsmensch und spöttelt über den „kleinen Kirchenkantor“. Bach, der aus dem engen Kreis zwischen Eisenach, Köthen und Leipzig nie herausgekommen ist, zunehmend klagend über die Missgeschicke des Lebens, lässt sich die Seitenhiebe Händels lange gefallen und weiß, dank kurzer, klug platzierter Gegenattacken, den Spieß umzudrehen.
Die Komödie lässt die beiden Musiktitanen einander im Leipziger Restaurant „Thüringer Hof“, dem ersten Haus am Platz, begegnen, doch die Begegnung fand im wirklichen Leben nie statt. Ein Duell der Giganten, eine theatralisch-musikalische „Sternstunde“!

Händel und Bach