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Zum Stück

Das Virus fordert uns nach wie vor heraus. Bis wir unser Publikum wieder vor Ort empfangen können, kann man unser Theater im Netz erleben. Zur Zeit bereiten wir neue Produktionen vor, eine davon stellt das Thema »Klima« in den Mittelpunkt.
Shakespeare sagt „Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen und Männer sind nichts als Spieler“ - die für das Wohlergehen unseres Planeten mehr Verantwortung übernehmen müssten?
Dass Mensch und Natur ein kooperierendes Ganzes sein sollten, wird durch die Pandemie noch einmal bestärkt. Dass dem Eisbären die Eisschollen unter den Tatzen wegschmelzen, hat Ursachen und Wirkungen in hochkomplexen Zusammenhängen. Der Klimawandel ist auch eine gesellschaftliche Herausforderung und das Theater spielt hier die Rolle des Beobachters: es interpretiert und spielt mit gesellschaftlichen Phänomenen und Fragestellungen.
Um uns im Prozess der Stückentwicklung mit wissenschaftlichen Hintergründen auseinanderzusetzen, haben wir Dr. Gunnar Spreen für eine Teilnahme am Netzgespräch 2 gewinnen können.

In der etwa einstündigen online-Veranstaltung (zoom), hält Dr. Gunnar Spreen einen kurzen Vortrag über seine Teilnahme an der MOSAIC Expedition. Anschließend befragen sich die Vertreter*innen aus Kunst und Wissenschaft gegenseitig, was für das Gelingen des gemeinsamen Prozesses im Wechselspiel der Disziplinen hilfreich wäre.

Dr. Gunnar Spreen ist Leiter der Arbeitsgruppe „Fernerkundung der Polarregionen” an der Universität Bremen. Er arbeitet seit mehr als 15 Jahren mit Satellitenbeobachtungen, um das Meereis in der Arktis und Antarktis und das dortige Klimasystem besser zu verstehen. Bei der einjährigen MOSAIC-Expedition war Gunnar Spreen als Mitglied des Project Boards für die Koordination der Fernerkundungsaktivitäten verantwortlich. In den ersten dreieinhalb Monaten der Expedition war er mit an Bord des Forschungseisbrechers Polarstern, um seine Instrumente auf der Eisscholle zu installieren.

Netzgespräch 2: Was uns alle angeht – Treibende Kräfte im Klimawandel