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Fiktion und Gespräch mit Ensemblemitgliedern, Prof.Dr. Gerd Winter (Rechtswissenschaftler Uni Bremen) und Ellen Best (Richterin).

Rainer (alias Michael Meyer) platzt der Kragen: sein Hotel wird vom ansteigenden Meeresspiegel verschlungen, und keiner tut etwas – er zieht mit einer Klimaklage vor Gericht! Diese fiktive Szene aus dem Drama »99 Schritte zum Meer« ist nicht ganz unrealistisch. Immer wieder strengen Menschen, deren Lebensqualität und Existenzgrundlage durch die Auswirkungen des Klimawandels massiv betroffen sind, eine Klage vor nationalen internationalen Gerichten an. Aber wer kann überhaupt klagen und gegen wen? Aufgrund welcher Rechte können Betroffene überhaupt klagen? Und hat so eine Klage Aussichten auf Erfolg?

In dieser Versuchsanordnung schlüpfen Ensemblemitglieder in die Rollen von Betroffenen, wie z.B. einem Lavendelbauer aus der Provence oder einem Bewohner der Fidschi-Inseln. Jurastudent/innen übernehmen die Rollen der Anwälte der Kläger/innen, Prof.Dr. Gerd Winter gibt den Richter und Ellen Best die Vertreterin der »Amici Curiae«, die zwischen den Parteien moderiert.
Die Versuchsanordnung greift auf die Verfassungsbeschwerde von 2020 und den Beschluss des Bundesverfassungsberichtes vom 24. März 2021 zurück.

Netzgespräch 4 analog - Klimaklage: Eine Versuchsanordnung