Menü

Zum Stück

Das aufgezeichnete Gespräch zwischen Prof. Clark Blatteis und Dr. Eva Schöck-Quinteros (Institut für Geschichtswissenschaft, Universität Bremen) fand am 29. April, wenige Tage nach der Premiere der szenischen Lesung »Keine Zuflucht. Nirgends: An Land und auf dem Meer« aus der Reihe „Aus den Akten auf die Bühne“ am 25. April 2019 statt.
Am 23. April 2019 war Prof. Clark Blatteis mit seiner Tochter Beatrice aus Memphis (USA) angereist, um bei der Lesungspremiere und weiteren Veranstaltungen als Zeitzeuge für das Publikum anwesend zu sein. Das Thema der Lesung war die Irrfahrt der MS St. Louis, die 1939 mit 937 jüdischen Flüchtenden Richtung Havanna ablegte und letztlich weder dort noch in den USA eine Landeerlaubnis erhielt. Die MS St. Louis musste wieder in Richtung Europa umkehren . Nach langen Verhandlungen konnte sie in Antwerpen landen. ,Die Flüchtenden wurden auf Belgien, Niederlande, Frankreich und Großbritannien verteilt. Viele von ihnen wurden in deutsche Vernichtungslager deportiert und dort ermordet. Prof. Clark Blatteis war als 7jähriger mit seiner Familie auf diesem Schiff. Nach der Rückkehr der MS St. Louis nach Europa glückte ihnen die Flucht über Frankreich, Spanien nach Marocco, und 1948/49 schließlich in die USA. Professor Blatteis lehrte bis zu seinem Ruhestand am College of Medicine der University of Tennessee. Er starb am 14. März 2021.

Der ca. einstündigen Dokumentation des Gesprächs mit Carl Blatteis geht eine Einleitung von Dr. Eva Schöck- Quinteros und Peter Lüchinger (Bremer shakespeare company, Prod. Ltg. „Aus den Akten auf die Bühne“) voran (ca. 15 Min).

Das Projekt der Lesung und die Reise von Prof. Clark Blatteis wurden unterstützt von der Stiftung »Erinnerung. Verantwortung und Zukunft«.

Mehr zu Prof. Carl Blatteis

Zeitzeuge im Gespräch: Clark Blatteis und die Fahrt der MS St. Louis