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KULTURELLE BILDUNG

AUF DEM CAMPUS LEIBNIZPLATZ

Kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen ist angesichts der aktuellen Herausforderungen wichtiger denn je: zeitgemäße Formen des Lernens sind notwendig, wenn tradierte Formen der Kulturvermittlung verschwinden. Kulturelle Bildung weckt und intensiviert die Wahrnehmung gegenüber gesellschaftlichen Entwicklungen und kann junge Menschen ermächtigen, auf der Basis von ästhetischen und ethischen Kriterien selbstwirksam kulturelle Praktiken zu entwickeln und einzuüben. Kulturelle Bildung zielt darauf ab, das Individuum in seiner geistigen Offenheit zu stärken und die Wertschätzung für die Originalität und Diversität von Kunst, Musik und Poesie zu fördern. Die Einbindung von Theaterschaffenden und deren Vermittlung künstlerischer Arbeitstechniken gibt den Schüler:innen und Studierenden Mittel an die Hand die eigenen kulturellen und kreativen Kompetenzen zu entdecken, zu erweitern und zu stärken. Das Theater gibt ihnen – im übertragenen, wie im plastischen Sinne – einen Raum, eigene kreative Aktivitäten zu verwirklichen und zu präsentieren. Im Austausch finden jugendspezifische und jugendrelevante Themen und Ästhetiken Eingang in die Inszenierungen und die Spielplangestaltung.

Der Theater-Schule-Campus Leibnizplatz umfasst die Kooperation der bremer shakespeare company und der Oberschule am Leibnizplatz. Deren Aktivitäten werden inhaltlich und formal von der bsc und der Schule gemeinsam gestaltet.
Die Kooperation mit Hochschule Bremen startete im Juni 2025. Der Pilot des außercurricularen Moduls mit dem Titel “Everyone must play a part” fand in Form eines sechsteiligen Workshops unter der Leitung zweier Ensemblemitglieder der bsc statt.

SCHULE UND THEATER - KULTURSCHWÄRMER

Nach der symbolischen Grundsteinlegung mit Renate Jürgens-Pieper (2007-2012 Senatorin für Bildung u. Wissenschaft) und Carmen Emigholz (seit 2007 Staaträtin für Kultur) bei „Schule und Theater: Experimentierfeld – Freies Lernen – Teilhabe – Kreativität“ im Jahr 2008, wurde in den beiden Folgejahren die Workshoparbeit intensiviert und Tandemteams (Lehrer-Schauspieler) gebildet.
Bei der Podiumsveranstaltung “Allianzen zwischen Schule und Theater” mit der Arbeitnehmerkammer Bremen und TUSCH (Theater und Schule, Berlin) wurde die Kooperation 2011 einem Expertenpublikum vorgestellt und 2012/2013 mit der Koproduktion „Parzival“ der breiten Öffentlichkeit.
Unter dem Titel „Kulturschwärmer“ startete die Zusammenarbeit der bremer shakespeare company und der OS Leibnizplatz.
Die Idee ist: Kunst vermittelt sich durch Kunst! Bei der Auftaktveranstaltung im Juli 2015 schwärmte die gesamte Schüler- und Lehrerschaft der Oberschule und gymnasialen Oberstufe – knapp 800 Personen - in die Kultureinrichtungen und Kunstateliers dieser Stadt aus, um sich von den Künstlern Bremens in dreistündigen Workshops inspirieren zu lassen und selbst kreativ zu arbeiten.
45 Künstlerinnen und Künstler der unterschiedlichen Disziplinen und der verschiedenen Verbände, Institutionen und künstlerischen Gruppierungen gaben in den Workshops ihren Input: Die gesammelten Eindrücke, Erkenntnisse und Fähigkeiten wurden zu Mini-Präsentationen verdichtet, die bsc begleitete den gesamten Prozess organisatorisch und künstlerisch.
Seitdem finden die Kulturschwärmer in jeder Spielzeit zweimal über 2 Tage statt, einmal mit dem 6., bzw. 5. Jahrgang (ab 2025) und einmal mit dem 11. Jahrgang.

HOCHSCHULE UND THEATER – „EVERYONE MUST PLAY A PART“

Unter dem Titel eines Shakespeare-Zitats aus „Wie es euch gefällt“ bot das Zentrum für Lehren und Lernen der Hochschule Bremen (Studium Plus) erstmals in Kooperation mit der bremer shakespeare company das außercurriculare Modul für Studierende aller Fachbereiche an: Everyone must play a part – Schauspiel als Weg zu persönlicher und professioneller Weiterentwicklung an.
Das Modul beinhaltete insgesamt 30 Stunden Workshop an 6 Veranstaltungstagen mit den beiden bsc-Ensemblemitgliedern Tim Lee und Magdalena Julia Simmel. Das Pilotprojekt startete im Juni 2025 mit insgesamt 14 Studierenden verschiedener deutschsprachiger und englischsprachiger Studiengänge.
Das Ziel des Projekts ist es, den Studierenden über das Theaterspiel persönliche Kompetenzen wie Stärkung des Selbstbewusstseins, Verantwortungsgefühl und Strategien gegen Lampenfieber bzw. Prüfungsangst zu vermitteln. Die beiden erfahrenen Schauspieler:innen sahen ihre Aufgabe darin, den Teilnehmenden Vertrauen in sich selbst und die Gruppe zu vermitteln, ihre Präsenz mit Stimme und Körper auszudrücken, Lust am dramatischen Spiel und Mut zum eigenen kreativen Ausdruck zu wecken.
In Absprache mit den Beteiligten fand am 11. Juni 2025 die szenische Präsentation „In vollen Zügen“ unter viel Beifall des Publikums statt. Das Projekt wird fortgesetzt.

Für weitere Infos und persönliche Statements der Teilnehmenden – hier klicken